Schulenburgsche Villa

Die Textilindustrie verhalf Gera im frühen 20. Jahrhundert zu großem Reichtum. Daraus folge, dass es eine Vielzahl an Textilfabrikanten gab, die viel Wohlstand genossen und diesen auch gern durch den Bau von Villen zeigten. Viele dieser Villen können heute noch in Gera besichtigt werden, viele davon befinden sich im als Villenviertel bekannten Stadtteil.

Im Gegensatz zu vielen anderen Städten, in denen die Gründerzeitvillen über längere Zeiträume errichtet wurden und so verschiedene Stilrichtungen zeigten, wurden diese in Gera in einer nur sehr kurzen Zeit errichtet. Sie wurden daher in nur einem einzigen Baustil errichtet, einige der Villen nahmen sogar Ausmaße von Palästen und Residenzen an. Die bekannteste Villa in Gera ist die Villa Schulenburg. Sie wurde in den Jahren 1913-1915 vom Textilfabrikanten Paul Schulenburg errichtet, der auch die Inneneinrichtung sowie die Gartengestaltung übernahm. Im Jahr 1937 wurde der Garten jedoch geteilt und einzeln verkauft. Durch die Errichtung eines Wohnblocks in den 1960er Jahren ist heute nur noch ein kleiner Teil des ehemals großen Gartens erhalten. Seit 1998 wird die Villa als Ausstellungszentrum genutzt, der Villengarten wurde 2007 im Rahmen der Bundesgartenschau 2007 erneuert.

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