Kirchen in Gera
Die heutige St. Salvator Kirche in Gera ist in barockem Stil erbaut und stammt aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts. Sie wurde damals auf dem Nikolaiberg auf einer ursprünglich dem heiligen Nikolaus geweihten Kapelle, die beim Brand 1686 zerstört wurde, errichtet. Noch heute ist dieser Punkt der höchste Punkt der Altstadt und bietet somit einen unbeschreiblichen Blick auf Gera. In den letzten Jahren wurde die Salvatorkirche umfassend saniert und renoviert, so dass sie weiter erhalten bleiben kann.
Eine weitere interessante Kirche ist die Evangelisch-Lutherische Johanniskirche. Die Pfarrkirche, die auf dem heutigen Johannisplatz stand, wurde schon um 1200 errichtet, wovon noch heute die Gruft vorhanden ist. Diese alte Kirche wurde beim Stadtbrand 1780 vollständig zerstört, aufgrund von Finanzierungsengpässen war ein Wiederaufbau jedoch nicht wieder möglich.
1880 dann entstand endlich die heutige Johanniskirche, die als neugotischer Backsteinbau errichtet wurde. Der Bau wurde dabei überwiegend von der Bevölkerung finanziert. Noch heute ist sie die größte Kirche Geras. Sie war auch im Herbst 1989 Schauplatz von Demonstrationen gegen das DDR-Regime, zur Deutschen Einheit wurde daher vor der Kirche eine Linde gepflanzt.
Als Wahrzeichen des Geraer Stadtteil Untermhaus gilt die spätgotische Marienkirche. Sie ist fast unmittelbar an der Weißen Elster gelegen. Ihre Berühmtheit erlangte sie vor allem aufgrund seines spätgotischen Altars, der von den Familien Kudorf und Waltheym gestiftet wurde.
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